2024 haben wir die Produktion im Theater im Kino in Berlin mit einem fünfzehnköpfigen Team auf die Beine gestellt, und auf Video dokumentiert. Zur Produktion gehört neben der fünfköpfigen Band und den vier Schauspielern auch eine wissenschaftliche Posterausstellung und eine Podiumsdiskussion, für die wir Exoplaneten-Forscher vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt eingeladen haben.
Es vergeht kein Tag, an dem die Astronomie mit den neuen Weltraumteleskopen nicht unglaubliche Entdeckungen in den Weiten des Weltalls macht; 2025 will die NASA erneut Menschen zum Mond schicken; der Mars soll innerhalb der nächsten Jahrzehnte folgen. Ausgehend von populärwissenschaftlichen Texten beschäftigen wir uns mit der Frage, was Entdeckungen wie diese für uns als Menschen bedeuten. Goethes Faust konnte noch alles wissen, was es zu wissen gab. Ein einzelner Mensch kann das heute nicht mehr. Daher fühlen wir uns oft überfordert und vertrauen lieber unserer Filterblase oder Verschwörungstheorien als wissenschaftlichen Fakten. Ein Stück über Science, das nicht Science Fiction ist, und doch Fiction. Kein Mashup der üblichen Roman- und Filmvorlagen, sondern aktuell, originell, gut recherchiert, relevant, und für die Theaterbühne geschrieben. Postmodern, aber nicht postdramatisch; collagiert, aber nicht chaotisch. Höchst musikalisch, aber kein Musical.